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  • Trio élégiaque Nr. 1, g-moll (1892)

Sergej Rachmaninow 1873-1947

Sergej Rachmaninow ist als letzter grosser Virtuosenkomponist in der Tradition eines Franz Liszt in die Musikgeschichte eingegangen, der mit seinen eigenen fulminanten Klavierwerken glänzte. Doch auch er widmete sich, wenn auch nur in einem guten Dutzend Werke, der Kammermusik. Noch vor dem Ende seiner Studien in Moskau, im Jahre 1892, begann er mit einem ersten Klaviertrio, von dem er – in nur wenigen Tagen – nur den ersten Satz fertigstellte. Dieser erlebte im Oktober des Jahres seine Uraufführung, verschwand dann aber in der Schublade und wurde erst 1947, also nach dem Tod des Komponisten, publiziert. Den Untertitel mit der Bezeichnung «élégiaque» (wehmütig) nutzte Rachmaninow auch bei seinem zweiten Trio, das – ausgelöst durch den Tod von Rachmaninows damaligem grossen Vorbild Tschaikowsky – ein Jahr später als das Fragment des ersten entstand, seine Vollendung erlebte und als Opus 9 herauskam. Auch im ersten hat die Musikwissenschaft Tschaikowskys Einfluss konstatiert - doch zeigt sich im vollgriffigen Klaviersatz des Pianisten Rachmaninow, in seinen spürbaren Willen, sämtliche Register des romantischen Ausdrucksvokabulars zu ziehen, der typischen Personalstil des jüngeren Meisters.
Lento lugubre - Più vivo

Dauer ca.: 00:14

Aufführungen