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  • AMEDEA - visage de jeune fille

Kryštof Mařatka 1972-

In seinem Streichquartett «AMEDEA - visage de jeune fille» (Gesichter eines jungen Mädchens) stützt sich der Komponist Kryštof Mařatka auf seine künstlerische Philosophie «origINnovation», indem er sich von universellen Prinzipien der Vergangenheit inspirieren lässt und sie mit dem zeitgenössischen Schaffen verbindet. Während einer retrospektiven Ausstellung des Malers Amedeo Modigliani (1884-1920) war der Komponist von dessen Werk, insbesondere dem Gemälde «Visage de jeune fille», fasziniert. Er erkannte, dass Modiglianis künstlerischer Ansatz auf ähnlichen Prinzipien beruhte wie der, den er in seiner Musik anwendet: die Kombination universeller archaischer Techniken mit zeitgenössischen Methoden. In der Musik verkörpert das Streichquartett eine der intimsten Formen des musikalischen Ausdrucks. Modigliani seinerseits erforscht die Intimität vor allem durch die menschliche Figur, und Kryštof Mařatka lässt sich von einem seiner Porträts inspirieren, indem er unsere eigene Existenz durch die einsame Betrachtung des Gesichts eines anderen in Frage stellt - eine Reflexion der Menschheit durch das Bild einer Frau. Modigliani - Mařatka: jeder mit seiner eigenen Sprache und Kultur, aber beide inspiriert von Frankreich, insbesondere von Paris, wo sie in die multikulturelle künstlerische Energie der Stadt eintauchten. Zwei Künstler, die ihre Wurzeln nie aufgegeben haben, während sie sich voll und ganz ihrer Kunst und dem kosmopolitischen, offenen, frankophonen und freigeistigen Universum, das sie umgab, hingaben.

Dauer ca.: 00:10

Aufführungen