
In October 2024, the ensemble decided to change its original name—from Trio Chagall to Trio Concept—to emphasize the cohesion of an artistic journey spanning over a decade, centered on the idea of the trio as the core of their musical activity and a constant source of creative inspiration.
The new name is inspired by Michelangelo Buonarroti’s words, reflecting the trio’s artistic commitment: to seek out and present the beauty inherent in every work, which comes to life through performance, just as the sculptor reveals the perfect form within a block of marble.
Trio Concept was named an ECHO Rising Star for the 2025/2026 season and, following a three-week residency at the 2024 Verbier Festival Academy, was honoured with the Prix Yves Paternot, the festival’s highest honour in recognition of outstanding talent and potential. In 2023, the ensemble became a YCAT Artist after a triumphant final performance at Wigmore Hall, London. That same year, it secured first prize at the Schoenfeld International Competition in Harbin, China, and was selected as the ensemble in residence for ProQuartet in Paris.
In Italy, Trio Concept won the second prize in 2019 — with the first prize not awarded — as well as three special prizes at the “Premio Trio di Trieste,” becoming, with an average age of just twenty years, the youngest chamber ensemble ever awarded in the history of the competition. The Trio was also chosen by the jury of the Accademia Chigiana as the winner of the “Premio Giovanna Maniezzo,” was named “Ensemble of the Year 2020/2021” by Le Dimore del Quartetto, and subsequently became ensemble in residence for Comitato Amur for the year 2023/2024. The Trio has been supported by Associazione De Sono.
Der «Mozart der Romantik», wie sein Freund Robert Schumann ihn nannte, hiess nicht Amadeus, sondern Felix. Schon als Kind brachte Mendelssohn scheinbar mühelos erste grössere Kompositionen aufs Papier. Da er aus einer begüterten Bankiersfamilie stammte, war es finanziell kein Problem für die Eltern, das Talent des kleinen Felix angemessen zu fördern. Studienreisen führten ihn durch viele europäische Länder, und sie dienten ihm nicht nur zur Bildung, sondern auch als Inspirationsquelle. Aus dem Jahre 1820 – der Komponist war 11 Jahre alt – datiert das erste Werk Mendelssohns – ein «Rezitativo» für Klavier. Noch im selben Jahr komponierte Mendelssohn bereits ein Singspiel, eine Violinsonate, Lieder, Klaviermusik zu zwei und vier Händen und ein erstes Klaviertrio. Erst 19 Jahre später, 1839, kehrte er mit dem von einer grossen Melodienfülle geprägten Trio d-moll zu der Besetzung zurück. Damals hatte Mendelssohn bereits vier Jahre den Posten als Leiter der Leipziger Gewandhauskonzerte inne. Bei der Uraufführung des Trios im Jahre 1840 wirkte Mendelssohn selbst als Pianist mit. Die beiden Mitstreiter waren mit Ferdinand David (Violine) und Carl Wittmann (Violoncello) Musiker aus dem Gewandhausorchester, für die Mendelssohn noch mehr Solowerke schreiben sollte.
Es hat lange gedauert, bis der polnisch-russische Komponist Mieczysław Weinberg seine verdiente Entdeckung erlebte. Ein besonderer Anlass war sein 100. Geburtstag im Jahre 2019, die einiges aus seinem Werk – darunter einundzwanzig vollendete Sinfonien, sechs Opern, Konzerte sowie Klavier- und Kammermusik – auch im Westen auf die Podien brachte. Weinberg studierte in Warschau, musste miterleben, wie seine Heimatstadt im Zweiten Weltkrieg in Flammen aufging und er selbst verfolgt wurde. Über Minsk kam er auf der Flucht ins sowjetische Taschkent. Von hier schickte er 1943 dem berühmten Kollegen Dmitri Schostakowitsch seine erste Sinfonie zur Begutachtung. Die Folge war eine Einladung nach Moskau und eine tiefe Freundschaft der beiden, die eine wahre Seelenverwandtschaft offenbarte. Diese soll sogar so weit gereicht haben, dass man sich alle musikalischen Ideen vor weiterer Verarbeitung zeigte und angeblich Themen «vorausträumte», die dann dem anderen einfielen. Was beide auch teilten, waren die Repressalien der von Antisemitismus geprägten stalinistischen Kulturpolitik. 1945, noch in den Kriegswirren, komponierte Weinberg sein Klaviertrio op. 24 – ein emotionales Zeugnis wahrer Verzweiflung, aber nicht nur auf rein expressionistischer Ebene. Die Musik vollzieht sich über weite Strecken wie in einer ziellos voranarbeitenden, oft ins Gewalttätige ausbrechenden Maschinerie gefangen, der man hilflos ausgeliefert scheint.
Oliver Buslau