Kammermusik Basel

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Ensemble-Details

Artemis Quartett
(Berlin)

Gegründet: 1989

Das Artemis Quartett gastiert seit mehr als 20 Jahren in allen großen Musikzentren und internationalen Festivals in Europa, den USA, Asien, Südamerika und Australien. Eigene Zyklen gestaltet das Ensemble seit 2004 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, seit 2011 im Wiener Konzerthaus (gemeinsam mit dem Belcea Quartet) und ab der Saison 2016/17 im Prinzregententheater in München.

Das in Berlin ansässige Quartett wurde 1989 an der Musikhochschule Lübeck gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Quartettformationen. Wichtige Mentoren waren Walter Levin, Alfred Brendel, das Alban Berg Quartett, das Juilliard Quartet und das Emerson Quartet.

Erste Preise beim ARD Wettbewerb 1996 und ein halbes Jahr später beim ’Premio Borciani’ bedeuteten für das Artemis Quartett den internationalen Durchbruch. Dennoch folgten die vier Musiker 1999 einer Einladung des Wissenschaftskollegs zu Berlin, um ihre Studien als Ensemble zu vertiefen und im interdisziplinären Austausch mit renommierten Wissenschaftlern erweitern zu können. Mit dem Debut in der Berliner Philharmonie wurde die Konzerttätigkeit wieder aufgenommen. 2003 zeichnete der Verein Beethoven Haus Bonn das Artemis Quartett für seine Verdienste um die Interpretation der Werke Beethovens mit der Ehrenmitgliedschaft aus.

Die Zusammenarbeit mit Musikerkollegen war dem Ensemble von Anfang an eine wichtige Inspiration. So war das Quartett mit Musikerpersönlichkeiten wie Sabine Meyer, Elisabeth Leonskaja, Juliane Banse und Jörg Widmann auf Tournee. Die künstlerische Zusammenarbeit mit einigen Partnern ist auf diversen Einspielungen dokumentiert wie z.B. die Klavierquintette von Schumann und Brahms mit Leif Ove Andsnes, das Schubert Quintett mit Truls Mørk oder die ’Verklärte Nacht’ von Arnold Schönberg mit Thomas Kakuska und Valentin Erben vom Alban Berg Quartett.

Seit 2005 nimmt das Artemis Quartett exklusiv für Virgin, heute Erato/Warner auf und blickt inzwischen auf eine umfassende Diskographie zurück. Die Einspielungen des Ensembles wurden mehrfach mit dem ’Preis der Deutschen Schallplattenkritik’, dem ’Gramophone Award’ und dem ’Diapason d’Or’ ausgezeichnet. Die Gesamtaufnahme der Beethoven Streichquartette wurde 2011 mit dem bedeutenden französischen ’Grand Prix de l’Académie Charles Cros’ gewürdigt. Viermal wurde das Quartett mit dem ’ECHO–Klassik’ geehrt, zuletzt 2015 und 2016 mit der Einspielung von Werken Mendelssohn-Bartholdys sowie mit dem seinem im Juli 2015 tragisch verstorbenen Bratschisten Friedemann Weigle gewidmeten Album der Brahms-Quartette op. 51/1 und op. 67.

Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik ist für das Ensemble seit seinem Bestehen ein wichtiger Teil der künstlerischen Selbstverständnisses, nicht zuletzt auch um den Blick für das Neue in etablierter Musik zu schärfen. Komponisten wie Mauricio Sotelo (2004), Jörg Widmann (2006), und Thomas Larcher (2008) schrieben Werke für das Artemis Quartett. 2014 fand in Frankfurt die Uraufführung eines Konzerts für Quartett und Orchester von Daniel Schnyder statt. 2015 riefen die Musiker einen eigenen Kompositionswettbewerb ins Leben. Der Preisträger Eduard Demetz wurde im November 2015 gekürt und sein Streichquartett Nr. 2 ‚Broken Islands’ erlebte Mai 2016 in Berlin eine enthusiastisch aufgenommene Urafführung.

Neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit sind die vier Musiker Professoren an der Universität der Künste in Berlin und an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel.

Eckart Runge spielt auf einem besonders seltenen Instrument, einem Cello der Brüder Hieronymus und Antonio Amati aus Cremona von 1595 und Anthea Kreston auf einer Geige von Carlo Giuseppe Testore von c.1710. Beide Instrumente wurden ihnen als großzügige Leihgabe von Merito String Instruments Trust Wien zur Verfügung gestellt.

Auftritte

  Datum Saal Zyklus Weitere Musiker Aufnahmen
940 11.12.2018
Bitte beachten Sie, dass das Konzert in die Leonhardskirche verlegt worden ist!
Leonhardskirche Basel Abo 7
885 25.2.2014 Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal Zyklus A
832 8.12.2009 Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal Zyklus A
785 6.12.2005 Stadtcasino, Hans Huber-Saal Zyklus B
755 25.2.2003 Stadtcasino, Festsaal Zyklus A

Besetzung

InstrumentNameErstmals / Letztmals
Viola Jakobsen, Volker 25.2.2003
Weigle, Friedemann 8.12.2009 / 25.2.2014
Sigl, Gregor 11.12.2018
Violine 1 Prischepenko, Natascha 25.2.2003 / 8.12.2009
Sareika, Vineta 25.2.2014 / 11.12.2018
Violine 2 Müller, Heime 25.2.2003
Sigl, Gregor 8.12.2009 / 25.2.2014
Creston, Anthea 11.12.2018
Violoncello Runge, Eckart 25.2.2003 / 11.12.2018

Aufgeführte Werke

Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 6, B-dur, op. 18, Nr. 6 «La Malinconia» 8.12.2009
Streichquartett Nr. 9, C-dur, op. 59, Nr. 3 «3. Rasumovsky-Quartett» 8.12.2009
Streichquartett Nr. 11, f-moll, op. 95 «Serioso» 25.2.2003
Streichquartett Nr. 16, B-dur, op. 133 «Grosse Fuge» 8.12.2009
Johannes Brahms Streichquartett Nr. 1, c-moll, op. 51, Nr. 1 25.2.2014
Streichquartett Nr. 2, a-moll, op. 51, Nr. 2 11.12.2018
Streichquartett Nr. 3, B-dur, op. 67 25.2.2014
Antonín Dvorák Streichquartett Nr. 13, G-dur, op. 106, B 192 25.2.2003
György Kurtág Hommage à Mihaly András: 12 Mikroludien für Streichquartett op. 13 25.2.2003
Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky, op. 28, für Streichquartett 25.2.2014
György Ligeti Streichquartett Nr. 1 «Métamorphoses Nocturnes» 6.12.2005
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett Nr. 19, C-dur, KV 465 «Dissonanzen-Quartett» 11.12.2018
Streichquartett Nr. 22, B-dur, KV 589 6.12.2005
Franz Schubert Streichquartett Nr. 13, a-moll, op. 29, D 804 «Rosamunde» 6.12.2005
Robert Schumann Streichquartett Nr. 1, a-moll, op. 41, Nr. 1 11.12.2018