Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Werkdetails

Drei Stücke für Streichquartett (1914-18)

Igor Strawinsky
1882-1971
MM. Viertel = 126
MM. Viertel = 76 – Allegro
MM. Halbe = 40

Dauer ca: 00:09

Strawinskys Streichquartettwerke stammen aus zwei Schaffensperioden. Aus der russischen Phase, der die berühmten Ballette angehören, stammen die «Trois pièces». Sie wurden 1914 während Strawinsky Zeit am Genfersee als Klavierstücke in Leysin und Salvan entworfen und dann für Streichquartett umgearbeitet. Der russische Stil wird im ersten und dritten Stück hörbar. 1918 revidierte er die drei Stücke, bevor er sie für Orchester überarbeitete und um ein viertes Stück «Madrid» erweiterte. Ob es ein Zufall ist, dass das 1. Stück in der Ernest Ansermet gewidmeten Orchesterversion als «Danse» bezeichnet ist – Nachklang vielleicht der Ballette der Vorjahre? Das zweite Stück, «Excentrique», erinnert mit seinem clownesken Charakter an eine Phrase in «Petruschka»; das dritte, als «Cantique» bezeichnet, klingt an russische liturgische Gesänge an. In der Quartettfassung stehen statt verbalen Bezeichnungen am Satzbeginn jeweils Metronomangaben.

Aufführungen

920 21.3.2017 Basler Streichquartett
731 30.1.2001 Amati Quartett
730 29.1.2001 Amati Quartett
645 1.12.1992 Borodin-Quartett
400 23.11.1971 Pandula-Quartett
5 1.2.1927 Pro Arte-Quartett (Quatuor de la Cour de Belgique)