Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Werkdetails

Vier Phantasiestücke für Violine, Violoncello und Klavier, op. 88 (1842)

Robert Schumann
1810-1856
Romanze a-moll: Nicht schnell, mit innigem Ausdruck
Humoreske F-dur: Lebhaft – Etwas lebhafter
Duett d-moll: Langsam und mit Ausdruck
Finale a-moll: Im Marschtempo – Nach und nach schwächer – Presto

Dauer ca: 00:17

Bald nachdem Schumann in seinem Kammermusikjahr 1842 drei Streichquartette sowie das Klavierquintett und -quartett komponiert hatte, wandte er sich der Triobesetzung zu. Im Dezember 1842 entstand ein Klaviertrio in a-moll. Es ist allerdings nicht unter diesem Titel bekannt geworden. Nach der Komposition des Klaviertrios in d-moll im Sommer 1847 erwog Schumann zunächst eine Veröffentlichung dieses a-moll- und des d-moll-Trios (dieses als Nr. 2) unter einer Opuszahl. Doch nach der Komposition des F-dur-Trios ebenfalls 1847 entschloss er sich, die Klaviertrios jeweils unter eigenen Opuszahlen zu veröffentlichen. Dasjenige in d-moll wurde als die Nr. 1 das op. 63, das F-dur-Trio, jetzt die Nr. 2, op. 80. Das a-moll-Trio dagegen gelangte erst 1850 nach einer Überarbeitung zur Veröffentlichung und erhielt die Opuszahl 88. Schumann hatte realisiert, dass die vier Sätze kein geschlossenes Werk darstellten und gab ihnen neu den Titel «Phantasiestücke». Er trifft besonders auf die ersten beiden Stücke zu. Die melodiös-ausdrucksvolle Romanze (a-moll, 6/8-Takt) erinnert an den Typus von Mendelssohns Liedern ohne Worte und umfasst nur 57 Takte. Umfangreicher ist die rhythmisch geprägte Humoreske in F-dur; in Zwischenpassagen wechselt die Tonart nach a-moll, d-moll und B-dur. Violine und Cello bestimmen, sich in den Melodieteilen ablösend, das elegisch-sangliche d-moll-Duett. Der Marsch im Finale wird durch mehrere Zwischenteile unterbrochen; zuletzt erreicht er A-dur, wird immer leiser und endet in sieben Presto-Takten, die zu den zwei fortissimo-Schlusstakten führen.

Aufführungen

917 20.12.2016 Schweizer Klaviertrio
464 22.2.1977 Odeon-Trio