Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Werkdetails

Sonata B-dur (Sonatensatz) für Klaviertrio, D 28 (1812)

Franz Schubert
1797-1828
Allegro

Rund fünfzehn Jahre liegen zwischen Schuberts erster Komposition für Klaviertrio und seinen grossen und bedeutenden Beiträgen zu dieser Gattung - bei Schubert bedeutet das ein halbes Leben. Und das hört man dem als Sonate bezeichneten Einzelsatz auch an. Da ist in dem manchmal etwas dünn wirkenden, aus-greifenden und in der Durchführung sich kaum entwickelnden Satz auf den ersten Blick noch wenig vom späten Schubert zu finden. Und doch zeigt sich (abgesehen von den schon hier aufscheinenden, allerdings nur beschränkt himmlischen Längen) an ein paar Einzelheiten in nuce das Potenzial Schuberts: Die Gesamtkonzeption des Satzes, die sehr wohl auf die grossformatigen Werke der Spätzeit vorweist, die saubere, am ehesten an Haydn orientierte Schreibweise und eine in sich ge-schlossene Klangsprache. Das Klavier dominiert natürlich, das Cello ist eher stiefmütterlich behandelt - aber das verwundert zu diesem Zeitpunkt der Entstehung nicht.

Aufführungen

771 23.11.2004 Wiener Klaviertrio
407 26.10.1971 Trio der Basler Solisten-Gemeinschaft
368 31.10.1967 Trio di Trieste
48 9.2.1932 Eduard Ehrsam, Jenny Deuber, Johanne Rauch