Kammermusik Basel

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Werkdetails

Streichquintett Nr. 4, g-moll, KV 516 (1787)

Allegro
Menuetto: Allegretto – Trio
Adagio ma non troppo
Adagio – Allegro

KV 516, das Geschwisterwerk zum prächtig-hellen und doch ernsthaften C-dur-Stück, steht in einer von Mozarts Lieblingsmolltonarten: g-moll. Dementsprechend darf es zu seinen grossartigsten Kammermusikwerken gezählt werden. Der erste Satz beginnt kurzatmig-unruhig, das Seitenthema bleibt erstaunlicherweise in g-moll und das erwartete B-dur erscheint erst später in einer Art drittem Thema. Das untänzerisch gebrochene Menuett (im Autograph an zweiter Stelle stehend, in der Erstausgabe an dritter) bewahrt die Tonart des Kopfsatzes, lässt allerdings im G-dur-Trio, das die Schlussfloskel des Menuetts aufnimmt, tröstliche Töne erklingen. Das zweiteilige Adagio, con sordino zu spielen (eine Reminiszenz an KV 174?), steht zwar in Es-dur (2. Thema in b-moll), bewahrt aber eine schmerzliche Heiterkeit. Was soll darauf folgen? Kann das Stück nun einfach – wie üblich – ins heitere G-dur kippen? Mozart zögert diese Tonart und die Sorglosigkeit durch eine Introduktion mit intensivstem Klagelaut hinaus. Und dann folgt das höchst komplexe Rondo, das zwar ein lieto fine suggeriert – aber wie ist das bei Così fan tutte? Ist da die Welt am Schluss wieder in Ordnung?

Aufführungen

793 24.10.2006 Leipziger Streichquartett
578 11.3.1986 Vermeer Quartet
410 7.3.1972 Kopenhagener Streichquartett
341 16.11.1964 Loewenguth-Quartett
218 10.3.1953 Végh-Quartett
166 28.1.1947 Basler Streichquartett [1926-1947]