Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Werkdetails

Serenade Nr. 12, für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte, c-moll, KV 388/384a (1782)

Allegro
Andante
Menuetto in canone – Trio in canone al rovescio
Allegro

Auch wenn die c-moll-Serenade Mozarts für ein fürstliches Bläserensemble entstanden sein muss, so sind wir doch weit entfernt von harmlosen Feldparthien und Serenaden. Denn diese letzte Serenadenmusik Mozarts (sieht man von der «Kleinen Nachtmusik» ab) ist als Ständchen unbrauchbar. Es handelt sich um echte, ja sogar ambitionierte Kammermusik. Das dokumentiert auch die klassische Viersätzigkeit und insbesondere die spätere Bearbeitung als Streichquintett (KV 406). Wenn Mozart das Werk selber als «Nacht musique» bezeichnet hat, so ist in diesem Begriff weniger das Serenadenhafte zu hören als die Hinwendung zu ungewohnter nachthafter Dunkelheit und zu Schroffheiten des Ausdrucks in einem Bekenntniswerk. Selbst der lärmende D-dur-Schluss des Variationen-Finales kann diesen Eindruck nicht aufheben: Mozarts Divertimentozeit ist vorbei, wie es auch das späte, als Divertimento bezeichnete Streichtrio KV 563 beweist.

Aufführungen

698 25.11.1997 Octomania
619 23.4.1990 Zürcher Bläseroktett
496 8.5.1979 Bläser des Radio-Sinfonieorchesters Basel
343 27.10.1965 Bläserkammermusikvereinigung der BOG
169 7.10.1947 Bläserkammermusikvereinigung der BOG