Werkdetails
Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky, op. 28, für Streichquartett (1988/89)
György Kurtág
1926- |
Largo (Violoncello)
Più andante
Sostenuto, quasi giusto (Viola und Violoncello)
Grave, molto sostenuto
Fantasie über die Harmonien des Webern-Kanons: Presto
Canon a 4: Molto agitato
Canon à 2, frei nach op. 31/6 von Webern: Sehr fliessend
Lento
Largo
Webern, Konon op. 31/6: Sehr fliessend
Sostenuto
Sostenuto, quasi giusto
Sostenuto, con slancio
Disperato, vivo
Arioso interrotto, di Endre Szervánsky: Larghetto
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Dauer ca: 00:11
Kurtág, neben dem drei Jahre älteren György Ligeti sicher der derzeit namhafteste Komponist Ungarns und in gewissem Sinne Nachfolger Bartóks, ist wie dieser im heutigen Rumänien geboren. Kurtág sieht seine Vorbilder denn auch in Bartók und Webern, jener im periodischen Denken («Es geschieht etwas - und es wird geantwortet»), dieser in der ans Verstummen grenzenden Verknappung der Form. Das Officium breve zeigt beides. Der Bezug zu Webern ist im op. 28 (übrigens auch die Opuszahl von Weberns Streichquartett, das in unserem letzten Konzert erklungen ist) noch konkreter als die Aphorismenhaftigkeit der Sätze: Kurtág zitiert Weberns Kanon aus op. 31. Weitere Zitate gelten dem Komponistenfreund Endre Szervánsky (1911-1977), dessen er in diesem Werk gedenkt. Als eine Art Reliquie erklingen nach vorangehenden Anklängen zwölf Takte aus dessen Streicherserenade im Schlusssatz des Officium. Die fünfzehn Sätzchen dauern keine zwölf Minuten: Wesentliches lässt sich bei dieser Konzentriertheit der Aussage auch in wenigen Augenblicken sagen.
Aufführungen
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