Werkdetails
Sonata Nr. 1 für Violine solo, g-moll, BWV 1001 (1720)
Dauer ca:
Die Einleitungssätze, deren Melodiebögen von Figurenwerk umspielt sein können, haben Präludiumscharakter. Dies wird in der 1. Sonate besonders deutlich: Akkorde werden von Zweiunddreissigstel- und Vierundsechzigstel-Figuren umrankt: ein echt präludierendes Auf und Ab. Die Fuge beruht auf einem eintaktigen Thema mit vierfach wiederholtem «d» und läuft trotz gelegentlicher Themenvariierung mit kurzen Zwischenspielen in strenger Form ab. Auch das Siciliano mit seiner schlichten Melodie ist polyphon dreistimmig gesetzt. Es ist erstaunlich, wie es Bach gelingt, trotz technischen Problemen dauernd den Eindruck von Dreistimmigkeit zu erwecken. Das toccata-ähnliche Presto ist mit seinen Akkordbrechungen ein hochvirtuoses Stück.
Aufführungen
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