Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

7

1.3.1927, 20:15 Uhr ( 1. Saison)
Stadtcasino, Hans Huber-Saal

Basler Streichquartett [1926-1947] (Basel)
Franz Joseph Hirt, Klavier

Hirt, Fritz, Violine 1
Lasek, Josef, Violine 2
Geiser, Walther, Viola
Beyer-Hané, Hermann, Violoncello

Hirt, Franz Josef, Klavier

Hans Huber
1852-1921

Sonate für Violine und Klavier, B-dur, op. 42 (um 1878)

In ruhiger, elegischer Stimmung
Nicht zu rasch, aber fliessend
Langsam, rhapsodisch gehalten
Mit Feuer und Schwung

Luc Balmer
1898-1996

Duo für Violine und Violoncello

Breit
Largo
Allegro
Adagio – Pesante

Antonín Dvorák
1841-1904

Klavierquintett Nr. 2, A-dur, op. 81, B 155 (1887)

Allegro ma non troppo
Dumka: Andante con moto – Vivace
Scherzo (Furiant): Molto vivace – Poco tranquillo
Finale: Allegro

(zu Dvorák, Klavierquintett Nr. 2, A-dur, op. 81, B 155)

Dvoráks Quintett entstammt einer glücklichen und äusserst erfolgreichen Lebensphase des Komponisten. Mit seiner 7. Sinfonie, der zweiten Reihe der Slawischen Tänze, dem Oratorium Die heilige Ludmilla und der D-dur-Messe war er weltweit berühmt geworden. In dieser Zeit nahm er ein Frühwerk, das Klavierquintett op. 5 (B 28) aus dem Jahre 1872 wieder hervor, um es zu bearbeiten Doch dies wollte nicht gelingen. So entstand ein neues Werk – in der gleichen Tonart. Das neue Werk, Pendant eines weiteren A-dur-Kammermusikwerkes, des Sextetts op. 48 (1878), ist eines seiner schönsten überhaupt, perfekt durchgeformt, heiter ohne Vordergründigkeit, je nachdem tänzerisch oder nachdenklich-melancholisch, wie es der Satzcharakter einer Dumka oder eines Furiant verlangt. Durch diese stilisierten böhmischen Elemente wurden der langsame Satz und das Scherzo ersetzt. Die ursprünglich ukrainische Dumka verbindet langsam-schwermütige mit raschen, ausgelassenen Teilen. Dieser Charakter prägt letztlich das ganze Werk, das am 6. Januar 1888 im Prager Rudolfinum erstmals erklang – auch dieses Werk mit grösstem Erfolg.