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4.3.1980, 20:15 Uhr (Zyklus A 54. Saison)
Stadtcasino, Festsaal
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Novotný, Bretislav, Violine 1
Pribyl, Karel, Violine 2
Malý, Lubomír, Viola
Širc, Jan, Violoncello
(zu Dvorák, Streichquartett Nr. 13, G-dur, op. 106, B 192) Dvorák schrieb das G-dur-Quartett in gut einem Monat Ende 1895, einige Zeit nach seiner Rückkehr aus New York. Zuvor war er nicht zur Arbeit, auch nicht zur Vollendung des As-dur-Quartetts (op. 105), das er in New York begonnen hatte, fähig gewesen. Auf einmal war alles anders: «Ich bin jetzt sehr fleissig. Ich arbeite so leicht und es gelingt mir so wohl, dass ich es mir gar nicht besser wünschen könnte.» Diese «erste Komposition nach der zweiten Rückkehr aus Amerika» (so das Titelblatt) lässt die neue Stimmung erahnen. Zwar ist die Melodien- und Klangseligkeit des «Amerikanischen Quartetts» op. 96 zurückgedrängt und man beobachtet verstärkte motivische Arbeit, doch im Formalen ist trotz dem grossen Umfang des Werks alles konzentriert und durchgearbeitet. Im 1. Satz ist der harmonische Reichtum bemerkenswert. Das Adagio steht in Es-dur mit häufigem Wechsel nach Moll und ist als freier Variationssatz gestaltet. Das Scherzo in h-moll weist zwei Trio-Abschnitte auf: einen kantablen in As-dur und einen ländlerartigen in D-dur. Pentatonische Motive lassen Erinnerungen an «Amerikanisches» wach werden. Höhepunkt ist das Finale, das auch das in der Romantik so schwierige Problem des Schlusssatzes formal klug löst. Nach einer Andante-Einleitung, die in der Mitte des Satzes wiederkehrt, greift es – typisch für die Spätromantik – Motive des Kopfsatzes auf, stellt sie aber in überraschende Zusammenhänge und Gegenüberstellungen.
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